Leseprobe: Der Weg ins Licht

Leben nach dem Tod? Ein Lesebuch zu letzten Fragen des Lebens.
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INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort

I. Annäherungen

Fragen und Aufgaben

Begründete Hoffnung

Christliche Hoffnung – Hoffnung über den Tod hinaus
Warum Christen hoffen / Mit Gewissheit hoffen / Auf den gütigen Richter hoffen / Worauf Christen hoffen / Ewige Gemeinschaft mit Gott / Gemeinschaft der Heiligen / Gottes Lob und Gottes Dienst / Verklärte Leiblichkeit / Mit der Hoffnung leben – mit der Hoffnung sterben

II. Das weite Feld der unterschiedlichen Erfahrungen und Erkenntnisse

Erlebnisse beim Sterben, wie sie Überlebende nach scheinbarem Tod schildern
Einige bedeutende Werke über das Erleben von Sterben und Tod / Der Inhalt des Erlebens beim Sterben / Die Begegnung mit überirdischen Wesen / Die Erfahrung des „Lebenspanoramas“ mit dem gerafften Wiederholen von Erlebnissen und mit Schuldgefühlen / Negative Erfahrungen beim Sterben / Zusammenfassung einer kritischen Stellungnahme / Auswertende Übersicht über die Eigenart der Erlebnisse beim Sterben

Der religiöse und der christliche Trost in Todesnot
Was ist Religion?

Die Antwort der Naturreligionen auf die Angst vor Sterben und Tod

Die Antwort der Weltreligionen auf die Fragen von Sterben und Tod
Aussagen des Konfuzianismus über den Tod / Die Heilsmystik des Hinduismus Exkurs: Seelenwanderung und Reinkarnation / Die Erleuchtungslehre des Buddhismus mit Meditation und Mitleiden / Die Unterwerfung unter die Gottesherrschaft im Islam durch den Tod und im Tod / Abgrenzende Auswertung

Die Antworten der Bibel auf die Fragen von Sterben und Tod
Die israelitische Religion des Alten Testaments / Die Aussagen des christlichbiblischen Glaubens im Neuen Testament

III. Die christliche Glaubensperspektive

Der Christenglaube und das Sterben
Die unabweisbare Frage / Der verdrängte Tod / Das Leiden unter der Sterblichkeit / Ausflüchte und Schein-Tröstungen / Unsterblichkeitsahnungen / Sterbeerfahrungen von Wiederbelebten? / Der Grund der Ewigkeitshoffnung / Das Siegel der Auferstehung / Auferstehung – Wahn oder Wirklichkeit? / Das ewige Leben / Ein Urteil in letzter Instanz / Christus – das JA zum Leben / Ewige Gemeinschaft mit Gott / Die persönliche Gemeinschaft miteinander / Leben und Wirken gehören zusammen / Verklärte Leiblichkeit / Gewissheit in der Hoffnung / Christus allein im Leben und im Sterben / Zeugnisse getrosten Sterbens / Zum Aufbruch bereit sein

IV. Die theologische Kontroverse

Glanz und Elend der Ganztod-Theorie
Ganztod? Ein persönliches Vor-Wort / Der ganze Mensch / Der ganze Tod / Die ganze Auferweckung / Unklarer Kompromiss? / Entweder – Oder? / Radikales Nicht-Sein? / Der ganze Glaube / Bibel im Prokrustesbett / Ein „roter Faden“ im Neuen Testament / Marx statt Platon? Von der philosophischen Problematik der Ganztod-Lehre / Die „Seele“ nur Gehirn? Von der humanwissenschaftlichen Problematik der Ganztod-Lehre / Bilanz / Wer regiert den „Zwischenzustand“? / Kann der Tod die „neue Kreatur“ treffen? / Was geschieht, wenn der Mensch stirbt? / Was tut die „Wolke der Zeugen“ im Zwischenzustand? / Fallen wir hinter die Anfragen und Anliegen der Ganztod- Theorie zurück?

V. Grundlegende theologische Einsichten

Sterben – das Tor zum ewigen Leben

Luthers Lehre von der Unsterblichkeit der Seele
Die Aktualität dieser Lehre Luthers / Luthers Anthropologie / Die Konstitution des Menschen nach biblischem Verständnis / Luthers biblische Erkenntnis vom Geist des Menschen / Luthers Lehre von der Seele des Menschen / Luthers Lehre vom Leib des Menschen / Luthers Vorstellung vom Sterben und vom Tod /Anbetende Wachheit vor Gott / Das Bild vom Todesschlaf / Der Zwischenzustand / Leibliche Auferstehung der Toten und personale Identität / Ergebnis

VI. Praktisch-theologische Folgerungen

Ins Leben aus dem Leben gehen

Das Sterben: ein Geborenwerden in die Welt bei Gott

„Asche zur Asche, Staub zum Staube“ –
Vom christlichen Umgang mit dem Tod

Das Aschenkreuz / Die Werke der Barmherzigkeit / Der Weg als Leitbild für Beerdigung und Sterbegeleit / Seelsorge an Kranken und Sterbenden / Sterbebräuche / Der letzte Dienst: Begleitung des Leichnams / Die Beerdigung: Verkündigung und Heiligung im Transitus / Seelsorge an Trauernden / Trauerbräuche

VII. Sich anvertrauen

Was zu tun bleibt

Die Kunst des guten Sterbens

Der Tod als Hingabe an das Göttliche

Irgendmal unter Cherubim
Eine Osterpredigt

Autoren und Künstler
Beitragende / Zitierte

Literatur
Literaturnachträge

Worauf Christen hoffen

Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und
das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht
gebracht durch das Evangelium. (2. Timotheus 1,10)

Der Wunsch des Menschen, etwas über das Leben nach dem Tod zu wissen, ist so weit verbreitet, dass er oft als anthropologische Konstante angesehen wird. Aber ein Wissen, das diesen Wunsch befriedigt, bleibt uns versagt trotz vieler philosophischer, religiöser, spiritistischer, theosophischer oder anthroposophischer Anstrengungen.
Auch Christen können von ihrem Glauben her das „ewige Leben“ oder ein „unvergängliches Wesen“ nicht beschreiben wie unser irdisches Leben. Der Tod ist der Horizont, der unserem Blick unüberwindliche Grenzen setzt. Stattdessen hält sich die christliche Gemeinde an die Zusage Jesu: „Ich lebe – und ihr werdet auch leben“ (Johannes 14,19). Der Auferstandene, der den Tod besiegte, schenkt allen, die an ihn glauben, das ewige Leben (Johannes 3,16). Er allein spricht in Vollmacht über das ewige Leben. Auch wenn wir uns der Grenze der Vernunft bewusst bleiben, spiegeln doch die Worte Christi und das Zeugnis der Apostel in Bildern und Gleichnissen die neue Welt der Auferstehung.

Erlebnisse beim Sterben, wie sie Überlebende nach scheinbarem Tod schildern

Einige bedeutende Werke über das Erleben von Sterben und Tod

Aus einem überreichen Schrifttum ragen vier Werke hervor. Sie werden heute so häufig besprochen, dass wir sie zunächst kennen lernen, ihre Aussagen übersichtlich zusammenstellen und dann mit der Wirklichkeit und mit der Bibel vergleichen wollen.
Hans Martensen-Larsen, An der Pforte des Todes. Eine Wanderung zwischen zwei Welten, Furche-Verlag, Hamburg 1955 (284 Seiten). Der Verfasser, ein dänischer Dompropst, stellt hier zahlreiche Beobachtungen von Sterbenden unter parapsychologischen Erklärungen und den Aufgaben seelsorgerlicher Hilfe zusammen.
Johann Christoph Hampe, Sterben ist doch ganz anders. Erfahrungen mit dem eigenen Tod, Kreuz Verlag, Stuttgart/ Berlin 21975 (170 Seiten). Der Verfasser, ein evangelischer Theologe und Schriftsteller, schildert in diesem Buch die Zeugnisse von Menschen, die aus einem Sterbezustand wieder ins Leben zurückgerufen wurden. Dabei betont er die „schönen, befriedigenden, ermutigenden Erfahrungen“. Er zieht auch Parallelen zu den Botschaften verschiedener Religionen, schöpft aber seine Zeugnisse aus äußerst unterschiedlichen, zum Teil auch spiritistischen Quellen.
Raymond A. Moody, Leben nach dem Tod, Rowohlt Verlag, Hamburg 31977 (187 Seiten). Dieser aufsehenerregende internationale Bestseller eines Arztes stellt „Erfahrungsberichte Gestorbener“ mit ihren vorwiegend positiven Erlebnissen (ebenfalls wenig systematisch) zusammen. Seine empirisch bedeutsamen Forschungen werden oft als pseudoreligiöse Offenbarungen verstanden und stiften dann Verwirrung.
Eckart Wiesenhütter, Blick nach drüben. Selbsterfahrungen im Sterben, Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 41977 (96 Seiten). Der Verfasser, ein erfahrener Professor der Psychiatrie, gibt in diesem kundigen, persönlichen Büchlein eine wirklichkeitsgerechte, ehrfurchtsvolle Schilderung beglaubigter Erlebnisse von Wie­derbelebten, von denen einige (z. B. zwei Geistliche) durch die Erfahrung des neuen „geliehenen“ Lebens bewusster und dankbarer als zuvor sich für andere einsetzten.
Die Fülle der Einzelberichte in den erwähnten Büchern, aber auch in den Mitteilungen „geretteter Selbstmörder“ stellt uns die Aufgabe, eine systematische Übersicht zunächst über den Inhalt dieser Erlebnisse vorzunehmen (die Quellen sind dabei durch den Namen des Verfassers und die Seitenzahl des vorn genannten Buches gekennzeichnet).

Unsterblichkeitsahnungen

Die Frage, ob es ein Weiterleben nach dem Tode gibt, hat von jeher das menschliche Denken beschäftigt. Philosophen, Parapsychologen und Theologen haben im Laufe der Jahrhunderte eine gewaltige Gedankenarbeit geleistet, um die Unsterblichkeit des Menschen wissenschaftlich zu belegen. So bedeutende Philosophen wie Platon und Kant haben ihre Ahnungen von der Unsterblichkeit in strenge Gedankengänge gefasst. Platon hat im „Phaidon“ mehrere Beweise für die Unsterblichkeit der Seele entwickelt. Kant lehrt: Die sittliche Aufgabe jedes Menschen, das Gute überall mit freudigem Herzen zu tun, bleibt in diesem irdischen Leben unerfüllt; also kann mit dem Tode nicht alles aus sein. Was hier unvollendet blieb, muss jenseits der Grenzen unserer irdischen Existenz zum Ziel geführt werden. Die Unsterblichkeit ist demnach eine notwendige Forderung der Vernunft.
Der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele ist Menschheitsglaube. Er findet sich bei den meisten Völkern und Religionen in kindlichen, aber auch hochentwickelten Formen. Man denke hier nur an Ägypten und Persien.
Die seit undenklichen Zeiten in Indien beheimatete Seelenwanderungslehre scheint eine Antwort zu geben. Sie taucht in fast allen Kulturkreisen und zu allen Zeiten auf, heute besonders in der Anthroposophie. Nach dieser Lehre verlässt die Seele im Tode den Körper, um danach in einem anderen Körper zu wohnen (Wiederverkörperung). Der Mensch bestimmt also durch seine Lebensleistung selbst, wie sein Schicksal nach dem Tode aussehen wird (Karma).
Ein anderer Versuch, die Frage des Todes zu beantworten, ist der Spiritismus. In spiritistischen Sitzungen versucht man, mit den Verstorbenen in Verbindung zu treten, um Auskünfte über das Jenseits zu erhalten. Die Bibel verbietet uns derartige Praktiken eindeutig. „Ein jeder, der sich mit solchen Dingen (Verbindung zu den toten Geistern) befasst, ist dem Herrn ein Gräuel“ (5. Mose 18,12). Wir sollen nicht am schweren Vorhang des Todes zerren, mit dem Gott der Herr das Jenseits unseren Blicken entzieht.
Goethe sagte einmal zu seinem Sekretär Johann Peter Eckermann, als sie sich bei einem Sonnenuntergang über den Tod unterhielten:
„Untergehend sogar ist’s immer dieselbe Sonne. Wenn einer fünfundsiebzig Jahre alt ist, kann es nicht fehlen, dass er mitunter an den Tod denke. Mich lässt dieser Ge­danke in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, dass unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur. Es ist ein Fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die bloß unseren irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet.“
Das Sterben gleicht aus der Sicht Goethes dem Untergehen der Sonne. Wir entschwinden den Blicken unserer Mitmenschen, aber nicht um zu vergehen. In Wirklichkeit leben wir weiter auf der anderen Seite, in der ewigen Welt. Dieses Wort Goethes zeugt davon, wie wenig sich der Mensch damit abfinden kann, dass der Tod allem ein Ende setzt. Er empfindet den Tod nicht als ein Naturereignis, das selbstverständlich ist, sondern als etwas Widersinniges. Aber alle diese Gedanken über das Leben nach dem Tode sind nur menschliche Annahmen, Hypothesen ohne Gewissheit: sie sind Pfeile der Sehnsucht nach dem Ufer der anderen Welt.

Matthias Claudius hat dieser Menschheits-Sehnsucht beredten Ausdruck gegeben, als er schrieb:

„O du Land des Wesens und der Wahrheit,
unvergänglich für und für,
mich verlangt nach dir und deiner Klarheit,
mich verlangt nach dir!“

Sterbeerfahrungen von Wiederbelebten?

Das Sterben ist – medizinisch gesehen – der Zerfall der Einheit und Ganzheit des Menschen (Verlust des Bewusstseins). Nun leben heute Menschen unter uns, die bereits klinisch tot waren und wieder ins Leben zurückkehrten. Prof. E. Wiesenhütter, J. Chr. Hampe, Dr. R. Moody u. a. berichten in ihren Büchern, dass klinisch Tote (also Menschen, bei denen selbst mit empfindlichsten Messgeräten keine Herz- und Gehirntätigkeit mehr festgestellt werden konnte – das Elektro-Enzephalogramm (EEG) zeigte keine Gehirnströme mehr an) doch noch ein Bewusstsein haben und Visionen voller Glück, Erlebnisse von Befreiung, Frieden und Harmonie hatten. Viele bedauerten, wieder in dieses irdische Leben zurückgekehrt zu sein.
In ihren Erlebnissen zeichneten sich drei Phasen ab: das Bewusstsein war gesteigert tätig im Ich-Austritt, das Ich bekam in einem Film das ganze Leben in einem Augenblick zusammengefasst, und die Phase der Bewusstseinserweiterung wurde als lichtvoll und beglückend erlebt. Die Lösung der Seele vom Leib wurde in ähnlicher Weise als Erleichterung empfunden wie die Schwerelosigkeit des Leibes, der vom Wasser getragen wird.
Aber keiner der für tot Erachteten hatte die Todesschwelle wirklich überschritten! Die „beinahe Gestorbenen“ standen auf der Schwelle des Todes, im Vorfeld der Ewigkeit, auf der Schwelle vom Diesseits zum Jenseits. Die Erlebnisse von Menschen, die unmittelbar vor der Todeslinie dem Leben zurückgegeben wurden, sind Sterbe- Erlebnisse, aber nicht Erfahrungen des Gestorbenseins, sie waren gar nicht „drüben“, sondern nur zeitweise „außer sich“. Die Bewusstseinserweiterung sagt über das eigentliche Jenseits nichts aus. Die Erfahrungen Sterbender haben also keinen Offenbarungscharakter. Vom Menschen her, von unseren Gedanken und Erlebnissen her, gilt: ignoramus et ignorabimus, über das Leben nach dem Tode wissen wir von uns aus nichts, und wir werden von uns aus nichts wissen.

Der Grund der Ewigkeitshoffnung

In all unseren Fragen und dunklen Ahnungen spricht Jesus Christus ein helles Wort: Es gibt ein persönliches Fortleben nach dem Tode. Auf eine Fangfrage der freisinnigen Sadduzäer, die ein Leben nach dem Tode leugnen, gibt Jesus eine klassische Antwort. Er zeigt den Zweiflern den Grund für den Glauben an ein ewiges Leben. Jesus erinnert daran, wie Gott sich im Alten Testament einführt als der „Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“. Dann fährt er fort: „Gott aber ist nicht der Gott der Toten, sondern der Gott der Lebendigen, denn sie leben ihm alle“ (Mark. 12,26-27; Luk. 20,38).
Was bedeuten diese Worte? Gott hat zu den Erzvätern ein so persönliches Verhältnis, dass er sich ihr Gott nennt. Er nennt sich nach den Namen der Menschen, mit denen er umgeht. Der lebendige Gott hat mit Abraham, Isaak, Jakob, mit den Erzvätern, seinen Bund geschlossen. Dieser Bund weist über die Zeit ihres Erdenlebens hinaus. Denn Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen; ihm leben sie alle. Sie leben jetzt schon in seiner Gemeinschaft.
Welch unerhörte Botschaft! Gott hält Menschen für würdig zu einem persönlichen Verhältnis, zu einer unsterblichen Beziehung, zu einem ewigen Gegenüber! Sie stehen vor ihm nicht länger als die Lebenden, die sterben müssen. Gott ruft sie durch den Tod ewig vor sich. Er ruft den Menschen bei seinem Namen, zu einem persönlichen Gegenüber, zu seinem „Dialogpartner“. Gott liebt jeden ganz persönlich in seiner Art, so wie Eltern jedem Kind einen eigenen Namen geben (nicht eine Nummer) und jedes Kind in seiner Eigenart lieben. Jesus Christus ist der Bürge für die große Gewissheit, dass der Herr der Welt die Macht der Liebe ist, die lebendige Person, die sich lebendige Personen schafft zu einem ewigen Gegenüber, das durch den Tod hindurch geht in eine neue Lebensgestalt.
Luther hat diese Wahrheit in einem berühmten Wort ausgedrückt: „Wo Gott mit einem Menschen zu reden begonnen hat, sei es im Zorn oder in Gnade, da ist dieser Mensch unsterblich. Der ewige Gott redet kein anderes als ein ewiges Wort mit uns.“

Christus – das JA zum Leben

Wir alle würden gern etwas über das Leben nach dem Tode wissen. Aber dieses Wissen bleibt uns versagt – trotz aller möglichen spiritistischen, theosophischen oder anthroposophischen Anstrengungen. Kein Mensch weiß, was jenseits der Todesgrenze ist. Das weiß nur Gott, und er hat es uns in Jesus Christus geoffenbart.
Alles, was der ewige Gott den Menschen über das Geheimnis von Leben und Tod zu sagen hatte, vertraute er Christus an. Der Auferstandene, der den Tod besiegte, spricht autoritativ über das ewige Leben. Die christliche Gemeinde verkündet diese Zusage Jesu: „Ich lebe – und ihr werdet auch leben“ (Joh. 14,19). Was bedeutet es, dass unser Herr allen, die an ihn glauben, das ewige Leben schenkt (Joh. 3,16)?
Wir können das ewige Leben nicht beschreiben wie unser irdisches Leben, denn der Tod ist der Horizont, der unserem Blick unüberwindliche Grenzen setzt. Aber wenn wir auch das ewige Leben nicht ausdenken und ausmalen können, auch wenn wir hier nur in Bildern und Gleichnissen sprechen müssen, so haben wir doch die Worte Christi und das Zeugnis seiner Apostel von der neuen Welt der Auferstehung.

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